„Eine persönliche Beratung hat mir sehr geholfen“

Die Windeln des eigenen Babys zu wechseln ist nicht geschlechterspezifisch, die Begegnung am Wickeltisch (oder sonst wo) ist ein elementarer Baustein in der frühkindlichen Bindung und Vertrauensbildung. Und: Da Windeln nun mal gewechselt werden müssen, sollte es Freude bereiten. Mit Stoffwindeln gelingt das ganz spielerisch und natürlich.

In unserer Interviewreihe geben Väter Einblick in ihren Wickelalltag – diesmal Jonas, seit Dezember 2019 Vater eines Mädchens und auch sehr fleißig unter „jonaskozi“ auf Instagram unterwegs. Als Erzieher in einer Kita ist Wickeln reine Routine. Stoffwindeln waren dennoch neu für ihn. Nach einem Workshop und einer Beratung gehört auch Wickeln mit Stoffwindeln längst zu seinem Papaalltag.

Wann begann Deine Stoffwindelkarriere und wie war das erste Mal?

Meine Stoffwindelkarriere hat Mitte November letzten Jahres begonnen –  wenige Wochen vor der Geburt unserer Tochter Thea. Davor beschäftigt man  sich natürlich mit vielen Themen und hat Fragen, unter anderem nach der richtigen Windel. Nach intensiver Recherche, bei der meine Freundin die treibende Kraft war, haben wir uns entschieden, einen Stoffwindelworkshop zu besuchen, um uns beraten zu lassen. Das haben wir gemacht und waren danach Feuer und Flamme für Stoffwindeln. So richtig intensiv wickeln wir mit Stoff seit Mitte Dezember 2019.

Schildere kurz Deine Wickelroutine!

Ich arbeite als Erzieher in einer KiTa, habe also in meinem Leben schon gefühlt eine Million Wegwerfwindeln gewickelt. Da war es am Anfang erstmal eine Umstellung, weil die Handhabung je nach Modell sich von einer Wegwerfwindel unterscheidet. Wir haben uns für Mullwindeln (optional mit zusätzlicher Saugeinlage) und PUL-Überhose entschieden. Das klappt für uns wunderbar. Wie bei so vielen Dingen heißt es einfach:  wickeln, wickeln, wickeln, um Routine zu bekommen. Hierbei hat mir die persönliche Beratung sehr geholfen – mit Tipps etwa wie eine Mullwindel richtig am Bein abschließt. Ich kann jedem eine persönliche Beratung nur empfehlen.

Was gefällt Dir daran, mit Stoffies zu wickeln und was nicht?

Ich finde es einfach gut, dem Kind keine Chemie um den Po zu wickeln. Auch die Optik ist ausschlaggebend. Es gibt doch nichts Schöneres als einen süßen Stoffwindelpo!
Mir gefällt nicht, dass es leider immer noch viele Vorurteile gibt und man sich häufig rechtfertigen muss. Aber ich habe mir vorgenommen, noch viele Leute vom Wickeln mit Stoff zu überzeugen.

Was ist Dein Lieblingssystem?

System Mull mit PUL-Überhose. Wir haben uns dafür entschieden, weil es uns gefallen hat und praktisch gut umsetzbar ist. Das System wird sich mit fortschreitendem Alter aber vielleicht auch noch mal ändern. Auf eine Marke sind wir nicht festgelegt, durch die Kooperation mit die-besten-stoffwindeln.de* haben wir eine große Auswahl an Marken und Systemen, die wir nutzen können. Dafür sind wir sehr dankbar. [Anmerkung Redaktion: Jonas hat mit dem Onlineshop eine Kooperation und zeigt auf seinem Instagram-Account Stoffwindeln oder richtet Gewinnspiele aus]

Was war Dein bester Stoffwindelmoment?

Da wir ja noch nicht so lange dabei sind, ist mir so ein Moment noch nicht bewusst passiert. Die besten Momente sind aber die, in denen man andere Leute überzeugen kann, dass Stoffwindeln super sind und sie sich auf die Thematik einlassen.

Dein Tipp an andere Väter!

Habt keine Angst vor dem Wickeln mit Stoff, es ist  reine Überzeugungs- und Übungssache. Lasst Euch drauf ein und Ihr werdet begeistert sein. Vielleicht seid auch Ihr dann schon bald einer von den coolen Papas die sagen können: Ja, wir wickeln mit Stoff und es ist überhaupt nicht schwer und wir tun der Umwelt und unserem Kind was Gutes!

 

Du bist Papa und wickelst gerne mit Stoffwindeln? Oder dein Partner ist begeisterter, vielleicht auch ein kritischer Stoffiewickler? Wir freuen uns, wenn Du Deine Erfahrungen mit uns teilst!

Schreibe uns: info@stoffwindelguru.com

Dieses Interview führte für dich Severine, 37, seit Mitte März 2018 Mama eines Jungen. Sie wickelt seit Tag 13 nach der Geburt mit Stoff und hat nach der Neugeborenenzeit ihre Liebe zu Naturmaterialen entdeckt.  Sie lebt Nachhaltigkeit, so gut ihr es möglich ist, und teilt ihre Erfahrungen auf Instagram.

 

 

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